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Im Detail erklärt

Der Insolvenzplan nach §§ 217 ff. InsO bietet eine Alternative zur Zerschlagung des Unternehmens. Er ermöglicht individuelle Lösungen, die für alle Beteiligten vorteilhafter sein können.

Aufbau eines Insolvenzplans:

  • Darstellender Teil: Beschreibung der Maßnahmen zur Sanierung
  • Gestaltender Teil: Regelung der Rechte der Beteiligten

Typische Inhalte:

  • Forderungsverzicht der Gläubiger (Haircut)
  • Stundung von Forderungen
  • Umwandlung von Forderungen in Eigenkapital (Debt-to-Equity-Swap)
  • Fortführungskonzept für das Unternehmen
  • Zahlungsplan für die Gläubiger

Abstimmung: Der Plan muss von den Gläubigergruppen mit Mehrheit angenommen und vom Gericht bestätigt werden.

Praxisbeispiel

Beispiel

Ein Industrieunternehmen legt einen Insolvenzplan vor: Die Gläubiger verzichten auf 60% ihrer Forderungen, erhalten dafür aber 40% sofort in bar (statt unsicherer 5% Quote nach Jahren). Ein Investor übernimmt das sanierte Unternehmen und sichert 200 Arbeitsplätze.

Relevanz für Unternehmen

Ein Insolvenzplan kann für Sie als Gläubiger vorteilhaft sein:

  • Höhere Quote: Oft bessere Befriedigung als bei Liquidation
  • Schnellere Zahlung: Auszahlung nicht erst nach Jahren
  • Geschäftsbeziehung: Bei Sanierung bleibt der Kunde erhalten

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